Reepsholt: Lehrer wird schwer belastet Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs - Suspendierter Pädagoge wird an Grundschule Reepsholt nicht mehr unterrichten
kdh Reepsholt. Die Staatsanwaltschaft in Aurich führt seit mehreren Wochen ein Ermittlungsverfahren gegen einen Grundschullehrer. Es geht um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Schulkindern.
Der Mann, über Jahrzehnte an der Grundschule Reepsholt tätig, ist seit Aufnahme der Ermittlungen suspendiert und wird - egal zu welchem Ergebnis die Staatsanwaltschaft kommt - nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehren.
Der Leitende Oberstaatsanwalt Werner Kramer, Aurich, bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage, dass es Ermittlungen gibt. Zu der Art und dem Umfang der erhobenen Vorwürfe wollte er sich aber nicht näher äußern. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen. Auch gab es von Kramer keine Auskunft dazu, ob es sich um einen Einzelfall oder um mehrere Fälle handelt.
Regierungsschuldirektor Hans Joachim Kelm sagte auf Nachfrage, dass der Beschuldigte mit Aufnahme der Ermittlungen suspendiert worden sei. Auch unabhängig vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern wäre die Schulbehörde tätig geworden. Es habe massive Elternbeschwerden wegen der Unterrichtsmethoden des Mannes gegeben. Auch wenn sich der strafrechtliche Verdacht gegen den Lehrer nicht bestätigen würde, bliebe es bei der Entscheidung, ihn nicht mehr in Reepsholt und darüber hinaus auch nicht im Landkreis Wittmund einzusetzen. Kelm deutlich: „Er kommt nicht wieder.“
Der Beschuldigte habe außerdem von sich aus um eine Versetzung gebeten. Der Schulleiter und das Kollegium der Grundschule seien am 31. Mai informiert worden. Mit dem Schulelternrat habe man am 28. Juni gesprochen, sagte Kelm. Zum neuen Schuljahr werde eine neue Lehrerin ihren Dienst in Reepsholt aufnehmen.
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Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 20.07.2006; 22:00:00 Uhr