Schach: Bei verkürzter Bedenkzeit zu lange überlegt Weser-Ems-Finale: Finkenburgschule landet auf Rang vier / Delmenhorster Mannschaft gewinnt Endrunde
Die Finkenburgschüler (von links) Kisean Wright, Thilo Ufkes, Julian Wessels und Vidal Reintges.
Rastede. Die Schachmannschaft der Auricher Finkenburgschule hat im Weser-Ems-Finale, das im Schlosshotel Rastede gespielt wurde, Platz vier belegt.
Für dieses Finale hatten sich die jeweils besten zwei Mannschaften der Regionen Oldenburg, Osnabrück, Emsland und Ostfriesland aus den Vorrundenturnieren qualifiziert. In sieben Runden spielten die Vierermannschaften den Weser-Ems-Meister aus. Favorit war das Hagener Team, das zwei der beiden besten Spieler ihres Jahrganges an den ersten beiden Brettern hatte.
Die Auricher hatten es in der ersten Runde zunächst mit dem zweiten ostfriesische Vertreter, der Mannschaft aus Friedeburg zu tun. Wie in der Vorrunde endete die Partie 2:2. Schließlich verloren die Finkenburgschüler Vidal Reintges, Julian Wessels, Kisean Wright, Sönke Fecht und Thilo Ufkes gegen den späteren Sieger aus Delmenhorst.
In der dritten Runde kamen die Auricher wieder nicht über ein 2:2 hinaus. Gegner war der spätere Zweitplazierte, die Mannschaft aus Riemsloh.
In allen drei Begegnungen hatten die Finkenburg- Schüler große Probleme mit der knappen Bedenkzeit. Normalerweise werden die Partien mit einer Bedenkzeit von 30 Minuten pro Spieler gespielt. Auf dem Weser-Ems-Finale hatte die Turnierleitung sie auf 15 Minuten halbiert, um allen Mannschaften eine frühzeitige Abreise zu ermöglichen. Während normalerweise die Trainer ihre Schützlinge anhalten, ihre Bedenkzeit auszunutzen, kamen die Finkenburger dieses Mal in Zeitnot, weil sie zu lange überlegten.
Nachdem sie sich an die verkürzte Zeit gewöhnt hatten, folgten in den nächsten drei Runden Siege gegen die beiden Vertreter aus dem Emsland sowie der Mannschaft aus Oldenburg.
In der letzten Runde trafen die Auricher auf die favorisierten Hagener. Die ersten beiden Bretter wurden erwartungsgemäß schnell verloren. An Brett drei und vier gewannen die Auricher, so dass das Turnier mit einem Unentschieden versöhnlich endete.
Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 09.03.2010; 22:00:00 Uhr