Landschaft reicht Partei der Friesen die Hand Nach Schmähungen von Parteichef Rademacher eine Einladung zu Tee und Rundgang
Die Ostfriesische Landschaft in Aurich - für die Bundespartei „Die Friesen“ bringt die Behörde wenig zusammen. Foto: Frerichs
Von Ralf Klöker
Aurich/Leer. Sehr despektierliche Töne zur Ostfriesischen Landschaft in Aurich und zu ihrem derzeitigen Präsidenten Helmut Collmann sind aktuell auf der Internetseite der Friesen-Partei zu lesen. „Unser Ostfriesland stirbt - und keiner hilft!“ heißt es da. Der Interfriesische Rat kippe sich regelmäßig beim Betrachten von Trachtentanzgruppen auf Helgoland ein paar Bierchen in den Hals. Und „die Ostfriesische Landschaft bringt außer dem Musikalischen Sommer ebenfalls nicht viel zusammen“. Collmann wird weiter als deplatziert angegriffen. Es sei völlig schleierhaft, wie dieser Mann, der aus Freiburg/Elbe stamme, in dieses Amt komme, schreibt Rademacher auf der Hauptseite der Partei „Die Friesen“.
Die Ostfriesische Landschaft zahlt nicht mit gleicher Münze zurück. Im Gegenteil. Mittwoch luden ihr Präsident Helmut Collmann und Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger den Bundesvorsitzenden der Friesen-Partei nach Aurich ein. Zu einer Tasse Tee und einem Rundgang, da Arno Rademacher offensichtlich Wissensdefizite bezüglich der Ostfriesischen Landschaft habe. Rademacher sieht die Friesen derzeit im Überlebenskampf. Wörtlich schreibt er: „Wenn wir jetzt nicht endlich aufstehen und uns gegen die Verdeutschung zur Wehr setzen, wird es innerhalb von 50 Jahren keine Ostfriesen mehr geben.“
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Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 10.03.2010; 22:00:00 Uhr