Norderney: Großeinsatz wegen eines Schwimmers Mann brauchte gar keine Hilfe
Armbewegungen beim Rückenschwimmen eines Mannes im Wasser beim Nordstrand von Norderney deuteten Schwimmer am Freitag gegen 12.45 Uhr als vermeintliche Hilferufe. Letztlich tauchte der 56-Jährige aber nach Angaben der Polizei eine halbe Stunde später zu Fuß am Strand auf.
Sie riefen dem Schwimmer zu, der ihnen nicht antwortete. Anschließend schwammen die Zeugen an den Strand zurück, um Hilfe zu holen. Wegen der Armbewegungen riefen die Schwimmer bei der Polizei an und teilten mit, dass ein Schwimmer in Richtung Fahrwasser abtreiben würde. Umgehend wurde ein Seenotkreuzer alarmiert. Die Anrufer berichteten der Polizei, dass sie deswegen einen Notfall vermuteten, weil sie einen Schwimmer an einer Fahrwassertonne mit den Armen winken sahen. Am Strand hatten sie den Schwimmer aus den Augen verloren. Hinzu kam, dass eine Ehefrau sich Sorgen um ihren 56-jährigen Mann machte, der schon seit einer Stunde verschwunden war. Es wurde ein großer Rettungseinsatz gefahren mit Seenotkreuzer, einem Rettungshubschrauber und einem Hubschrauber der Bundespolizei. Zusätzlich fuhren ein Rettungsboot der DLRG und drei weitere Rettungsboote, darunter Arbeits- und Schlauchboot, raus. Der 56-jährige Vermisste war tatsächlich in die Nähe der roten Fahrwassertonne rausgeschwommen.
Die Rettungskräfte setzten die Suchaktion kurz darauf fort, denn in der Zwischenzeit wurden eine Damenjeans und ein Damentop angeschwemmt. Vermutet wurde jemand, der möglicherweise hilflos ins Wasser gelaufen war. Die Kleidung war aber Spaziergängern aus dem Rucksack gefallen.
Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 02.07.2010; 22:00:00 Uhr