Aurich: Hartz IV im Kreis auf Rückzug Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im vergangenen Jahr um 15,4 Prozent zurück
wit Im Gegensatz zur Bevölkerungsstatistik ist die jüngste Arbeitslosenstatistik für den Landkreis Aurich ein Grund zu vielfältiger Freude. Landrat Walter Theuerkauf wies am Freitag die Presse darauf hin, dass die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in den vergangenen 12 Monaten um 15,4 Prozent zurückgegangen ist. Das sei der höchste Wert in ganz Niedersachsen.
Im Landkreis Aurich gelinge es durch die gute, von der Krise kaum beeinflusste Wirtschaftsentwicklung und durch das Engagement der Arge, auch für diejenigen einen Arbeitsplatz zu finden, die sonst nur wenig Chancen besäßen. Selbst wenn diese Menschen erst einmal nur befristet und zu niedrigen Löhnen beschäftigt würden, sei das ein großer Erfolg. Arbeit stabilisiere die Familien und verringere die sozialen Probleme.
Ein weiterer Grund zur Freude ist die Arbeitslosenstatistik, weil der Landkreis jetzt mit einer Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent genau in niedersächsischen und auch im Bundesdurchschnitt liegt. Die hohe Zahl von vermittelten Langzeitarbeitslosen berechtigt nach Einschätzung Theuerkaufs sogar zu der Hoffnung, dass die Region zukünftig eher zur oberen als zur unteren Hälfte gehören werde. Noch vor zehn Jahren habe die Arbeitslosigkeit immer deutlich über zehn Prozent gelegen und kaum jemand habe zu hoffen gewagt, dass diese Marke dauerhaft unterschritten wird.
Insgesamt gab es im Kreis im vergangenen Monat 7000 Arbeitslose. 5000 gehörten zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen und 2000 waren ein Jahr oder kürzer ohne Beschäftigung, darunter viele Jugendliche, die sicherlich in den kommenden Monaten eine Ausbildungsstelle finden. Wer qualifiziert sei, so Theuerkauf, müsse im Landkreis Aurich nicht befürchten, längere Zeit ohne Arbeit zu bleiben. Fachkräfte seien eher Mangelware.
Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 30.07.2010; 22:00:00 Uhr