Emden: Forschungsschiff der Marine vom Stapel gelaufen Doppelrumpfschiff „Planet“ bei den Emder Nordseewerken getauft / Spezieller Flüsterantrieb
Ein Koloss: Die „Planet“ ist das größte Schiff dieser Art, das jemals in Deutschland gebaut wurde.
Foto: Schüssler
dpa/lni Emden. Auf den Emder Nordseewerken ist am Dienstag ein neues Forschungsschiff der Marine vom Stapel gelaufen. Der 73 Meter lange und gut 27 Meter breite Neubau wird für die Rüstungsforschung und -erprobung eingesetzt. Er wurde auf den Namen „Planet“ getauft. Das Spezialschiff mit einem sehr geräuscharmen diesel-elektrischen Antrieb wurde vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Auftrag gegeben. Es soll nach Werftangaben unter anderem für Forschungen zur Unterwasserortung und U-Boot-Abwehr eingesetzt werden. Die „Planet“ ist ein Doppelrumpfschiff. Nach Angaben von Werft-Ingenieur Achim Hollund steht die Schiffsplattform auf zwei Schwimmkörpern, die U-Booten gleichen. „Das Schiff schwebt mehr durchs Wasser als dass es fährt. Bei Seegang verhält es sich verhältnismäßig ruhig im Wasser. Es ist zu einem großen Teil vom Seegang entkoppelt.“ Dadurch ist das Schiff nach Werftangaben ideal für seine Forschungsaufgaben geeignet. Taufpatin war Erika Weise, die Ehefrau des Abteilungsleiters Rüstung im Bundesverteidigungsministerium, Hans-Heinrich Weise.
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Ostfriesische Nachrichten Online-Ausgabe vom 12.08.2003; 21:00:00 Uhr