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Lokales:   Die Meldung in voller Länge

Aurich: Fernsehturm: Antenne ist im Sturm abgeknickt
Sturmschäden halten sich in Grenzen / Zehn Einsätze im Kreis Aurich / Wintereinbruch


Fernsehturm: Die Antenne ist abgeknickt.
Foto: Banik
max Aurich. Der Winter zog am Montag in Ostfriesland ein - das Wetter spielte verrückt. Mal schneite es, mal schien die Sonne, und es gab Sturmböen bis Windstärke zehn. Die Sturmschäden im Landkreis Aurich hielten sich trotzdem in Grenzen. Zehn Alarmierungen waren bis am Montagmittag bei der Rettungsleitstelle aufgelaufen. Immer ging es um umgestürzte Bäume. Die Station des Norddeutschen Rundfunks in Aurich erwischte es allerdings schwerer. Die erst kürzlich montierte Antenne für digitales Radio ist abgeknickt. Die angeschlagene Antenne hing in gut 230 Metern Höhe und musste von Spezialisten geborgen werden.

Wie Stationsleiter Bernhard de Buhr den ON erklärte, passierte das Malheur am Montagmorgen gegen 8 Uhr. Nach Auffassung von de Buhr sei ein Blitzeinschlag als Ursache am naheliegendsten. Die Antenne, die noch nicht in Betrieb genommen war, hat eine Länge von fünf Metern und wiegt gut 70 Kilogramm. Erst am Nachmittag, als die Experten von der Firma „toncast“ aus Bochum eingetroffen waren, konnte die Antenne aus luftiger Höhe geborgen werden.

Wie die Polizei berichtete, stürzte in der Nacht auf Montag auf der Landstraße 34 in Wiesens ein Baum auf die Straße und blockierte die Fahrbahn. Die Feuerwehr entfernte das Verkehrshindernis umgehend. Zu Schaden kam glücklicherweise niemand. Ähnliches passierte auf der Alt-Münkeboer-Straße in Südbrookmerland, wo ebenfalls die Feuerwehr zum Einsatz kam.

Größere Schäden gab es dagegen in Lütetsburg. Vor dem Gärtnereigebäude des Schlosses drückte der Sturm am Sonntag gegen 22.30 Uhr eine zirka 100 Jahre alte Linde um. Sie durchschlug Ziegeln und Dachsparren und blieb schließlich auf dem Spitzboden liegen.

Obwohl die erste Sturmflut des Winters nicht so hoch wie erwartet ausgefallen war, gab die Betriebsstelle Norden des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) am Sonntag vorsorglich eine Katastrophenwarnung heraus.


Ostfriesische Nachrichten
Online-Ausgabe vom 15.12.2003;  21:00:00 Uhr

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